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Das renommierte Architektenbüro Kahlfeldt in Berlin wird die neuen Schauhallen bauen. Der Entwurf der Gewinner des vom Berliner Senats ausgerichteten Wettbewerbs ist grandios und setzt Zeichen im kreativen Umgang mit historischer Industriearchitektur.
Das Vorhandene bestimmt den Ort und die Räume. Die historischen Reinbeckhallen bleiben unangetastet und in Wirkung und Erscheinung authentisch erhalten. Fragwürdige Eingriffe und modische Interventionen werden vermieden, Entstellung durch Veränderung verhindert. Die Eigenständigkeit der einzelnen Objekte bleibt gewahrt und wird mittels einer additiv gesetzten Struktur aus Stahl und emaillierten Blechen ganzheitlich verbunden.
Eine neue Fassade umhüllt ein 15.000 qm großes Gesamtgebäude mit großzügigen Ausstellungsflächen im industriellen Design. Sie erfüllt auf einfache und kostengünstige Weise alle bauphysikalischen Anforderungen an Wärmeschutz, Klimatisierung und Lichtführung.
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So entsteht im Ergebnis ein einmaliges Gebäude, welches das Spannungsfeld zwischen hochmodernem Erscheinungsbild nach Außen und de facto konservierter Industriearchitektur des 20. Jahrhunderts im Inneren kombiniert mit Gegenwartskunst für jeden Besucher hautnah erlebbar macht.
Im Inneren der Hallen wird die Raumaufteilung durch eigens hierfür entwickelte transportable Wandsysteme erfolgen, welche mittels der vorhandenen Kranbahnen bewegt werden. Dadurch wird eine größtmögliche Flexibilität der Raumaufteilung gewährleistet. Großzügigkeit und Kleinteiligkeit, Veränderung und Anpassung bleiben langfristig möglich.
„Die Schauhallen
Berlin, ein Ort wie Berlin selbst: eine heterogene Komposition,
zusammengewachsen aus unterschiedlichen Bausteinen, unterschiedlicher
Qualität, unterschiedlicher Zeit.
Lebendig,
selbstbewusst, kreativ, städtisch. Als vitale Produktionsstätte für
zeitgenössische Kunst braucht Berlin solche Entwicklungskerne, die neue
(Kunst-) Räume erschließen, in denen sich das Potenzial des Metiers
entfalten kann. Unserer Ansicht nach ist das Quartier in Oberschöneweide
ein ideales, weil undeterminiertes Quartier für diese Kunsträume.
Unsere Architekturintervention, nach außen symbolisiert durch das
Fassadenband im kräftigen Orange, bindet die vier Hallen zu einem
Ganzen, zu einem Neuen zusammen und veredelt den bislang
unspektakulären Ort am Wasser." Petra und Paul Kahlfeldt
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Der Werkbundkatalog zitiert die Schauhallen in seiner 2006er Ausgabe
als eines der drei wichtigsten Werke der Architektur in Berlin. Das
Bauvorhaben sei zukunftsweisend und exemplarisch für das breite
Aufgabenspektrum Berlins als Metropole der Wissenschaft, Kultur und
Dienstleistung. Quelle: Projekte für Berlin, erschienen im Jovis
Verlag.
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